Um Waffen der Kategorie B (Faustfeuerwaffe/Halbautomat) zu besitzen, sie für die häusliche Selbstverteidigung bereitzuhalten und sie selbstständig auf Schießständen zu benutzen, ist eine Waffenbesitzkarte notwendig. Die exakten gesetzlichen Vorschriften sind im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) nachlesbar.

 

Der Weg zur Waffenbesitzkarte (WBK): (Angegebene Kosten ohne Gewähr)

  • Psychologisches Gutachten
  • Nachweis des Sachgemäßen Umgangs (Waffenführerschein)
  • Antrag bei der Behörde

Alternativ: Inhaber einer Jagdkarte und Dienstwaffenträger müssen weder Waffenführerschein noch psychologisches Gutachten vorweisen, da sie ihre Eignung bereits in einer umfassenden Ausbildung nachweisen mussten.

 

Gesamtkosten: ca. 390 €

 

Psychologisches Gutachten:

Das Gutachten kann von einschlägig ausgebildeten Psychologen ausgestellt werden. Im Allgemeinen umfasst die Testung einen Fragebogen mit anschließendem Gespräch.

Kosten: 283,20 €

Falls nach der Erstuntersuchung berechtigte Zweifel bestehen, kann der Psychologe zu einer zweiten Untersuchung laden, welche zusätzlich 324,00 € kostet.

Nachweis des Sachgemäßen Umgangs (Waffenführerschein) :

Der Waffenführerschein kann bei jedem einschlägigen Gewebetreibenden abgelegt werden. Die Ausbildung umfasst die gesetzlichen Grundlagen im Bezug auf Schusswaffen und eine kurze praktische Einschulung.

Kosten:  ca. 50 €

Antrag bei der Behörde

Folgende Dokumente sind beim Antrag vorzulegen:

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Meldezettel
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Nachweis des akademischen Grades
  • Heiratsurkunde (bei Änderung des Namens durch Eheschließung)
  • 1 Lichtbild
  • Für männliche Staatsbürger bis zum vollendeten 50. Lebensjahr:
    • Nachweis des geleisteten Wehrdienstes (Wehrdienstausweis)
    • oder Untauglichkeitserklärung
    • oder Bescheid über Zivildienst

Anmerkung: Seit Kurzem ist es möglich, dass auch ehemalige Zivildiener, die ein berechtigtes Interesse an Jagd oder Schießsport nachweisen, mithilfe einer Sondergenehmigung des BMI, eine WBK erhalten

  • Psychologisches Gutachten
  • Waffenführerschein

Alternativ: Jagdkarte
                 Bestätigung über dienstlichen Umgang mit Waffen

Im Antragsformular muss eine Rechtfertigung angegeben werden. Bei einem Erstantrag auf 2 genehmigungspflichtige Waffen reicht die Berufung auf den Gesetzestext (Bereithalten der Waffe in Wohnung, Haus oder Betriebsräumen zur Selbstverteidigung,  § 22(1) WaffG 1996), jedoch sind Jagd, Schießsport, technisches Interesse und Sammeln ebenfalls legitime Gründe.

Werden mehr als 2 Waffen beantragt bzw. eine bestehende WBK auf mehr als 2 Plätze erweitert, muss der Behörde eine zusätzliche Rechtfertigung glaubhaft gemacht werden. Die genaue Form dieses Nachweises ist regional unterschiedlich und am besten bei der zuständigen Behörde zu erfragen. Bei der Begründung „Schießsport“ wird z. B. meist entweder ein Nachweis über die Mitgliedschaft in einem einschlägigen Verein oder der Nachweis über die Teilnahme an Wettbewerben verlangt.

Kosten: (Quelle:RIS)

Waffenbesitzkarte bis 2 Stück Neuausstellung:

Bundesabgabe 43 €
Eingabegebühr 13,20 €

Waffenbesitzkarte ab 3 Stück Neuausstellung:

Bundesabgabe  86 €
Eingabegebühr 13,20 €

Erweiterung:

Bundesabgabe 6,50 €
Eingabegebühr 13,20 €

 

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